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Ästhetischer Dialog
Kreativer Output im öffentlichen Raum nimmt inzwischen wieder Formen an. Und zwar die allereigenwilligsten. Das ist schön. Genauso wie die Tatsache, dass es nun auch aus den unterschiedlichsten Richtungen kommt. Es erweckt den Anschein, als hätten Banksy und Co. die Voraussetzungen dafür geschaffen, dass sich Menschen der Street Art annehmen bzw. sich für sie interessiren, von denen wir es nie erwartet hätten. Weniger Subversion. Dafür ein offenkundiger kultureller Gegenpol. Hier. Unter uns. Dort wo wir leben. Und dass viele junge Künstler auf den Straßen unserer Städte ihre Inspiration finden, ist ohnehin schon sowas wie common knowledge geworden.
Urbanität und Mobilität, Gestaltung und Graffiti, Kunst und Intervention münden derzeit in einem gemeinsamen Meer. (For once) function follows form. Wir werden Zeugen davon, wie sich eine neue Kultur mit eigener Tradition entwickelt.
Passend zu diesem Thema gibt die Kunsthalle Wien in diesem Frühjahr im Verlag für Moderne Kunst einen den Band "The Street as Studio - From Basquiat to Banksy" heraus. Darin zu finden sind neben zahlreichen farbigen Abbildungen auf ca. 200 Seiten auch Interviews mit bedeutenden Sammlern, Designern, Kuratoren, Herausgebern Drehbuchautoren und Kritikern. Bestellbar ist der Katalog u.a. auf Weltbild.de ab Mai 2010.
