Eine der ganz Großen
Romy Schneider muss mit ihrer direkten, unverstellten Art etwas schillerndes an sich gehabt haben! Sie emanzipierte sich von allen Zwängen und überwand im Verlauf ihrer wechselhaften Karriere so manche Krise. Ihre schauspielerische Leistung auf Sissi zu beschränken ist eine Ungerechtigkeit, die spätestens jetzt zurechtgerückt wird. Denn die aktuelle Ausstellung in der Deutschen Kinemathek mit dem Titel Romy Schneider. Wien - Berlin - Paris unterstreicht Romy Schneiders Vielseitigkeit, den hohen Anspruch, den sie stets an sich selbst stellte sowie die Tragik dessen, was ihr durch eine sensationsgierige Öffentlichkeit angetan wurde. Mehr rund um das Thema Romy und die Ausstellung findet Ihr im aktuellen Videobeitrag des ZDF sowie im Film unten:
Die von Daniela Sannwald kuratierte Ausstellung ist noch bis zum 30. Mai in Berlin zu sehen. Kann ich nur wärmstens empfehlen! Es sind nur ein paar Räume. Diese eignen sich jedoch vortrefflichst, um eine der ganz Großen des Filmgeschäfts etwas besser kennenzulernen. Hoffentlich kann auch die Ausstellung es Romy gleichtun und später noch nach Wien oder Paris weiterziehen - verdient hätte sie es.
Wer Romy am Ende ganz und gar verfällt, sollte unbedingt auch mal nach dem ARD Fernsehfilm Romy Ausschau halten. In der Hauptrolle finden wir eine überragende Jessica Schwarz und auch der Franzose Guillaume Delorme gibt in der Rolle des Alain Delon eine gute Figur ab.
P.S.: SO sah's bei einer der letzten Ausstellung in der Kinemathek aus.
