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Krákow Loves Adana
Als ich Robert Heitmann vor mindestens einem Jahr zum ersten mal interviewte meinte der ursprünglich aus Bielefeld stammende Musiker "Ich lebe seit fast zwei Jahren in Freiburg und habe noch nichts aus der lokalen Musikszene kennengelernt, was mich beeindruckt hat. Und dabei ist es nicht so, dass ich mich nicht umhöre.". Robert war damals noch vorrangig in einem Soloprojekt namens theviewofmathematics aktiv.
Inzwischen sind er und seine Sängerin und Gitarristin Deniz Cicek bei dem Berliner Label Snowhite untergekommen (richtig, auch bekannte Bands wie Chikinki, Zoot Woman und Eight Legs tummeln sich dort bereits). In der Hauptstadt spielen sie daher mit Sicherheit noch in diesem Jahr!
Über die neue Scheibe berichtete unlängst sogar der Musikexpress in einem umfangreichen Artikel, den ihr auch HIER nachlesen könnt. In meinen Ohren klingt "Beauty" nicht so kratzig wie "No Wow" von den Kills. Trotzdem gibt der reduzierte Independent-Sound der Freiburger Grund zu einem Vergleich mit dem amerikanisch-britischen Duo. Und so drückend, wie die Kills das Adrenalin an den Siedepunkt treiben, vermag es die tiefe Zartheit in der klaren Stimme von Deniz und der verträumten Instrumentalisierung Roberts, ein wundersames Klangzelt aufzuspannen, dessen zerbrechliche Schönheit einen ganz unerwartet im Innersten berührt. Kann man wieder und wieder und wieder hören.
Und auch wenn man den beiden im Gespräch zuhört, merkt man das man es mit zwei geistreichen, jungen Menschen zu tun hat. Krákow Loves Adana - ein Name von dem wir hoffentlich auch in Zukunft noch hören werden!
