NEUE NATIONALGALERIE
Dauerausstellung neu aufgestellt
Die Sammlung 1900-1945 ist seit dem 12. März sozusagen on display. "Unsere Geschichte sah anders aus" titelte dazu die FAZ in ihrem Feuilleton vom 19. März. Weiter wird die Ausstellung dort als "spektakuläre Neuhängung" bezeichnet. Der Beitrag von Niklas Maak ist auf den Punkt. Und schöner Weise kann man ihn HIER auch online in voller Länge nachlesen.
Die Zeit der andauernden Sonderausstellungen ist vorbei und endlich wird das Augenmerk wieder auf den eigentlichen Kern des Kunstmuseums gerichtet - die eigene Sammlung und ihre bewegte Geschichte. Was als Kronprinzenpalais im Jahre 1919 seinen bescheidenen Anfang nahm, wurde in den 20er Jahren zu einer umfangreichen Gegenwartskunstsammlung. Besonders zugewandt war man dem Expressionismus. So zählen neben Feininger, Felixmüller, Gubler und natürlich Munch und Kirchner viele andere bedeutende Maler jener goldenen Jahre noch heute zum Stolz des Hauses. Mit der Machtergreifung der Nazis '33 nahmen Diffamierung, Verkauf und sogar Zerstörung von über 5000 Werken ihren Anfang. Nach dem Krieg wurde die Sammlung geteilt; Ost, West, verschiedene Häuser.. Dann in den späten 60er Jahren wurde der Mies van der Rohe Neubau unweit des Potsdamer Platzes errichtet.
Seit '89 ist nun die Moderne wieder hier versammelt. Doch wieder "vereint" mit den verschollenen und zerstörten Werken wurde sie erst in diesem Frühjahr. Denn unter den Originalen befinden sich nun zumindest schwarz-weiße Reproduktionen bedeutender Werke, die vor allem '38 und '39 ja so blind vor brauner Ideologie ausgemerzt wurden. So z.B. eine wunderschöne Straßenszene Kirchners von 1913, die den Titel "Rosa Straße mit Auto" trägt.
