Köln
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The artist of the year
Manchmal vergisst man, dass die Deutsche Guggenheim nicht nach dem Land, in dem die hiesige Dependance des New Yorker Original-Museums steht, getauft wurde. Das "Deutsche" in Deutsche Guggenheim kommt vielmehr aus der Kooperation des Museums mit der Deutschen Bank. Und diese kürt jedes Jahr "the Artist of the Year". Anders als bei anderen Kunstpreisen gibt's aber keine riesige Geldsumme für den glücklichen Künstler, dafür aber viel Publicity, eine große Einzelausstellung und einen dicken Katalog. Der oder die KünstlerIn mag sich vielleicht lieber den Koffer mit Scheinchen gewünscht haben, für uns Kunstbetrachter ist diese Regelung aber ein Segen. So wie die Ausstellung der diesjährigen Preisträgerin Yto Barrada. Gezeigt werden Fotografien, Skulpturen und Filme der jungen Künstlerin, die sich unter anderem auf schöne Art und Weise mit ihrer Heimat Marokko und der Stadt Tanger auseinandersetzt. Besonders empfehlenswert sind die Filme "Beau Geste", in dem eine Palme auf einem Baugrundstück mitten in der Stadt in einer Art Guerilla-Aktion gegen das Fällen mit Beton gestützt wird, und "Hand-me-downs", eine wunderbare Collage aus alten Videoaufnahmen und Geschichten aus dem Leben in Marokko und anderswo. Sehenswert!
Yto Barrada "Riffs"
Deutsche Guggenheim, Unter den Linden 13/15, 10117 Berlin
noch bis 19. Juni 2011, täglich von 10h-20h

