LIKES
Why don't you ...
Ich finde, dass dieses Bild die soziale Interaktivität der Berliner im Allgemeinen recht gut beschreibt. In Clubs hält man sich weitestgehend eher an die Leute, die man kennt, auf der Straße beäugt man sich allenfalls und in Straßenbahnen, Geschäften usw. gibt sich unser Völkchen auch zumeist eher wortkarg.
Auch beispielhaft: Gestern wollte ich in einem Geschäft einen Weihnachtsgutschein einlösen, woraufhin man mir verklickern wollte, dass das aus systemtechnischen Gründen …bla bla… noch nicht ginge. Der Verkäufer war in seiner desinteressierten und alles andere als hilfsbereiten Art sogar so abwimmelnd, dass ich tatsächlich zunächst drauf und dran war, einfach wieder zu gehen. Dann entschloss ich mich jedoch ihn so lange zu nerven, bis der Typ endlich eine Kollegin zu Rate zog und die Sache letztendlich… natürlich doch funktionierte! Und zwar völlig problemlos. Beim Betreten des Geschäfts hatte ich übrigens ganz zufällig einen Blick auf seinen Computerbildschirm erhascht. 3x dürft ihr raten, was darauf zu sehen war… Richtig! Sein Facebookprofil..! Schlechter Service + digitale Kommunikation der echten vorziehen… da bekomme ja selbst ich die Ko**e… Ehrlich, mit mir konnte dieser Verkäufer kaum ein einziges freundliches, nicht-genuscheltes Wort wechseln! Auf Facebook hingegen hat er sicherlich gaaanz, ganz viele Friends und versteht es bestens, mit diesen freundlich umzugehen.
WARUM nur? Ein kurzes, freundliches Gespräch an unerwarteter Stelle, mit einem Fremdem, einem Verkäufer - sowas kann einem den Tag retten, kann aufheitern und im Falle des Verkäufers sogar diesem nützlich sein, da guter Service sich früher oder später immer bezahlt macht! Wissen die Berliner nicht was sie verpassen?
