Köln
LIKES
Ähnliche Artikel
Zurücklehnen und entspannen
Mit 10 war ich zum ersten Mal allein in einer Videothek. Mein Bruder, seinerseits 7 Jahre alt, war auch mit dabei. Und obwohl der ganze Laden allerhöchstens 15 Quadratmeter maß, kam mir die Auswahl damals unermesslich vor. Immerhin waren die Regale so hoch, dass sich die Auswahl für uns Menschlein unter 1,50m jedoch erheblich eingeschränkt hat. Auf alle Fälle war dieser Besuch genau wie alle weiteren ein kleines Abenteuer - spannend und deprimierend zugleich. Gerade wenn wir zum ersten Mal feststellen mussten, dass es schlicht und ergreifend viel zu viele gute Filme gibt! Kein Wunder also dass aus mir mit der Zeit eine echte Filmeule geworden ist... Dafür kann ich Euch auch in diesem Herbst wieder einige fantastische Kinohighlights und Neuerscheinungen auf DVD empfehlen! Here it goes...
Den eigentlichen Handlungsstrang dieses Films kann man nachher niemandem nacherzählen, ohne dass sich das Ganze irgendwie absurd anhört. Aber das ist auch gut so. Und ebenfalls gut ist dieser Trailer, der ganz einfach noch nicht zu viel verrät. Nur die Stimmung dieses großen Kinofilms wird uns angedeutet. Ansonsten wird jeder Zuschauer ins kalte Wasser geworfen. Und wenn dieser Film mit ein Gewässer ist, dann ganz bestimmt ein stilles, tiefes und rührseliges.
Wall Street - Money Never Sleeps
Betrachten muss man diesen Film letztlich doch losgelöst vom Erstling aus den 90ern. Wir haben hier keinen zukünftigen Klassiker vor uns. Dennoch ist Wall Street 2 ein sehenswerter Streifen, der viel Diskussionsstoff birgt!
Anton Corbijns zweiter Film nach Control. Und er wirkt jetzt schon wie ein alter Meister seines Fachs. Der Trailer bringt leider nur wenig von der dichten Atmosphäre rüber, die sich mit Clooney, seinen Auftraggebern und Widersachern in diesem bergigen Toskananest entfaltet.
Neben The Social Network ist "Catfish" sozusagen "der andere Streifen in Richtung Web 2.0, den man gesehen haben sollte". Vielleicht schon deshalb weil das einfach so sehr zu unserer Zeit gehört. Sagt es schließlich nicht schon unheimlich viel über unsere Zeit aus, dass die Filmindustrie jetzt damit beginnt, erstmals bestimmte Internetphänomene filmisch zu fiktionalisieren, zu besprechen und auszuwerten?!
...ist ein Kunstfilm. Oder doch eine Dokumentation? Man weiß es nicht. Aber am Ende scheinen Realität und Wirklichkeit doch auseinanderzuklaffen. Ähnlich wie bei "Catfish" bringt dieser Film hoffentlich auch eine öffentliche Diskussion in Gange, die sich mit alltäglicher, gezielter Desinformation durch Medien und Kulturschaffende beschäftigt. Darüber hinaus ist das Anliegen dieses Films wahrscheinlich ganz einfach der Wendepunkt im Leben eines Künstlers. Was bei "I'm Still Here" passiert, wird somit zum Präzedenzfall.
Dieser Streifen reiht sich in einen anhaltenden Trend der Filmindustrie ein. Endzeitkino. Das ist nichts Neues. Umso gewagter das Experiment und überzeugender der vorliegende Film. Doch Road gelingt es tatsächlich, die Thematik einmal anders anzugehen und hilft dem Genre des Science Fiction / Futurismus / Apokalypse - Kinos somit ein Stück weit aus der Krise.
